2016 - Jahr der Barmherzigkeit

Mit dem Papst beten und feiern

Zehnköpfige Gruppe des Gasthauses nimmt an Obdachlosenwallfahrt teil

Recklinghausen (pbm/mek) Die 6000 Pilger, die Papst Franziskus vom 11. bis zum 13. November im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit zu einer Pilgerreise nach Rom eingeladen hat, haben alle etwas gemeinsam. Sie leben am Rand der Gesellschaft, Armut ist ihnen nicht fremd. Gemeinsam feiern sie vier Tage ein europäisches Festival der Freude und Barmherzigkeit. Dazu gehören Katechesen und Gottesdienste mit dem Papst ebenso wie Besichtigungen in Rom.

Unter den Teilnehmern der Wallfahrt ist auch eine zehnköpfige Gruppe der Gastkirche und des Gasthauses. Die Einrichtung in der Recklinghäuser Altstadt bietet Frauen und Männern, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut, zahlreiche Hilfen an. „Zwischen 30 und 80 Menschen kommen beispielsweise zum Frühstück und / oder zum Mittagessen zu uns“, nennt Pfarrer Ludger Ernsting ein Angebot. Zudem stehen fünf Gästezimmer für Menschen in Krisensituationen bereit.Romwallfahrt Gasthaus 1

Sieben „Freunde der Straße“ und drei Begleitpersonen machen sich zusammen mit insgesamt 600 deutschen Pilgern auf den Weg in die Ewige Stadt. Einer von ihnen ist Thorsten. Er hat bereits drei Mal an Fahrten mit der Gastkirche nach Taizé teilgenommen, aber in Rom war er noch nie. „Die Fahrt ist für mich wie ein Urlaub für die Seele. Ich freue mich darauf, an besonderen Orten in Stille zu beten und zu erfahren, dass Gott mich so liebt wie ich bin“, sagt er. Schon lange kennt und schätzt Thorsten die Angebote des Gasthauses. „In den letzten Jahren ist meine Situation besser geworden, denn ich habe inzwischen eine eigene Wohnung. Aber ich komme immer wieder gern hierher“, berichtet er mit Blick auf Ernsting, der die sieben Pilger gut kennt und die Gruppe begleiten wird.

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Das „Jahr der Barmherzigkeit“ ist noch nicht zu Ende

 ...Erfahrungen aus einer Hamburgreise der „Gastkirche“ im Oktober 2016

Im „Jahr der Barmherzigkeit“ hatte im Bistum Münster neben Münster (Dom), Kevelaer (Marienbasilika), Oldenburg (Forum St. Peter) auch Recklinghausen mit Gastkirche/Gasthaus „offiziell“ eine „Pforte der Barmherzigkeit“.

HamburgBeispielhaft und stellvertretend für viele, unterschiedliche Formen gelebten Christseins bistumsweit sollten diese „Pforten“ den verschiedenen Formen von Barmherzigkeit ein Gesicht geben.

Da Gastkirche und Gasthaus sich sowohl in einem diakonisch/sozialen Auftragals auch als Citykirchenort verstehen und ein Blick über den „Tellerrand“ immer bereichernd wirken kann, haben sich im Oktober 13 Personen (darunter der 8-köpfige Gasthausrat) für drei Tage auf den Weg nach Hamburg gemacht.Sie haben dabei Einrichtungen besucht, welche in ähnlicher Weise arbeiten wieGastkirche/Gasthaus und sind auf Menschen getroffen, die dem Evangelium (der frohen Botschaft) in der Stadt ein Gesicht geben.

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Barmherzigkeit und Gerechtigkeit:  die Kirchentürzwei Seiten einer Medallie

… ein Jahr der Barmherzigkeit!

Ja, es mag jedem von uns, unserer Gesellschaft und der Kirche in dieser Zeit gut tun: Barmherzigkeit – auch wenn der Begriff etwas „angestaubt“ wirkt. Deutlich wird mir das, wenn ich an die Unbarmherzigkeit denke,                        

-mit der ein Menschen einem anderen das Leben zur Hölle machen kann;

-mit der unsere Gesellschaft Menschen „auf der Strecke lässt“, weil sie nicht mehr leistungsfähig genug sind

-mit der in der Kirche nach wie vor Frauen in vielen Bereichen ausgegrenzt

werden...

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Gedicht

Rückblick: NRW-Wallfahrt für Obdachlose und Bedürftige führte nach DortmundObdachlosenwallfahrt 1a


„Wer glaubt ist nicht allein“

Dortmund war am 31. Mai erstmals das Ziel der NRW-Wallfahrt für obdachlose und bedürftige Menschen. Etwa 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Städten in NRW besuchten Stationen am Franziskanerkloster, auf dem Ostfriedhof und in der Gastkirche St. Michael.

 

Obdachlose 3aNach der Ankunft am Hauptbahnhof fuhren die Wallfahrer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Franziskanerkloster. Propst Andreas Coersmeier begrüßte sie dort nach einem Frühstück. „Als Christen sind wir in besonderer Weise herausgefordert, mit der Erfahrung von Armut und Ausgegrenztsein in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen umzugehen und nach unseren Möglichkeiten Abhilfe zu schaffen“, sagte Propst Coersmeier.obdachlos 5a

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