Spiritualität

Wort-Gottes-Feier mit Agape am 12.9. Thema: Fragment

Schale mit Kerze

Einführung:

Sie sind jung und attraktiv, sportlich, dynamisch, gesund und intelligent, wohlhabend und kreativ. Sie haben Erfolg, sind beliebt und gestalten ihre Freizeit aktiv und sportlich: Menschen in der Fernseh-Werbung.

„Wofür halten die Leute mich?“, fragt Jesus seine Freundinnen und Freunde. Und vielleicht schwingt da auch mit: Laufen sie mir nach, weil sie mich für einen dynamischen, powervollen, intelligenten und erfolgreichen Menschen halten?

„Ihr aber“, so weiter Jesu Frage, „für wen haltet ihr mich?“ Indirekt geht die Frage dann weiter: Könnt ihr damit umgehen, dass ich euch nicht von meinen großen Plänen und meinen Erfolgen erzähle, nicht als strahlender Sieger dastehen, sondern von meinem Scheitern spreche, von der Gewalt und dem Leid, dass ich auf mich zukommen sehe?


Kyrie:

Jesus Christus,

allmächtig

brauch ich dich

nicht,

nur spürbar.

Himmlisch

bist du mir zu fern

nur vertraut

mit der Erde

Herrlich und erhaben

ersehn ich dich nicht

nur hier

und nah,

nah,

nah. 


Gebet:

Du, den wir Gott nennen,

du wolltest nicht der machtvolle Sieger,

sondern der Gott-mit-uns sein.

Du hast uns Jesus gesandt, deinen Sohn,

damit alle, die im Schatten leben,

einen Bruder haben, der ihnen nahe ist.

In ihm berühre uns immer wieder neu!

Locke uns, seinem Beispiel zu folgen

und dich in den Geringen und Gebeugten,

in den Gescheiterten und Gebrochenen zu entdecken.

Bewege uns zu einem Perspektivwechsel,

lass uns wachsen in der Liebe,

Darum bitten wir in Jesu Namen.

Amen.

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Wort-Gottes-Feier mit Agape am 18.7.2021          Thema: Wunder

Wunder1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Einführung:

Haben Sie Erfahrungen mit Wundern? Mit dem Wort Wunder bezeichnen wir im landläufigen Sinn ein Ereignis, das wir als ungewöhnlich erleben und das uns in Erstaunen versetzt. Es ist etwas, das mit unserer bisherigen Erfahrung nicht in Einklang zu bringen ist. Vom irischen Schriftsteller Oscar Wilde ist der Satz bekannt: „Ich glaube nicht an Wunder. Ich habe davon zu viele gesehen.” Zwei sehr hintergründige Sätze.

 

Wunder

Wunder, was ist das?

Wunder, das ist Heil, Trost, macht Mut,

eröffnet Möglichkeiten, lässt staunen.

Wunder, wo sind sie?

Wunder geschehen hier, heute,

wenn überhaupt.

Wunder, wie sind sie?

Wunder sind beglückend, überwältigend,

befreiend, oft still und leise.

Wunder, für wen?

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Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen   - 13.6.21

In den biblischen Texten des ersten Testamentes begegnet uns oft pure Lebenserfahrung und Geschichtserfahrung: das Erleben des Volkes Gottes und einzelner wird weitergegeben – angefüllt mit einer religiösen Sicht und Deutung, die sich wiederum im Erfahrungsschatz Israels gründet.

„Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen“ - das begegnet uns heute in der ersten Lesung. Eine Wirklichkeit, die auch Jesus vermittelt.

Ich glaube: wir können aus unserem Alltag solche Erfahrungen auch einfließen lassen. Wie damit umgehen? Was damit tun? -

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Gedanken zu „Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen“

Am Ende des Säens Jesu steht das Kreuz, dass wir nicht „wegverherrlichen“ können.

Am Ende der Missbrauchsstudie der Deut. Bischofskonferenz steht die Erkenntnis:

es gab und gibt viele Opfer sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Zusammenhängen und dafür gibt es, neben pers. Versagen, auch kirchensystemische Gründe – bis dahin, dass man zu der Erkenntnis kommen kann: Wir sind als amtl. Kirche an einem toten Punkt.

Was in so einem Sinnwort: „Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen“ an Hoffnung steckt, kommt dramatisch erst heraus, wenn wir es am eigenen Leibe buchstabieren, ...schmerzhaft uns dessen vergewissern: als Menschen, als Christen, als Kirchen – mit unserem Größenwahn, unserem Heilandskomplex, mit unserer gefälschten Selbstsicherheit.

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Gottesdienst am 6. Juni: Der Baum der Erkenntnis

Eva

Einführung:

Spruch auf einer Postkarte: Hätte Eva damals die Schlange gegessen und nicht den Apfel, wären wir heute noch im Paradies. Immer diese Vegetarier.

 

Es ist einer der am meisten bekannten Texte der Bibel, den wir heute als Lesung hören. Es ist einer der am häufigsten interpretierten Texte der Bibel… und es ist einer der am meisten missverstandenen Texte der Bibel. Unzählige Vorurteile leiten sich daraus ab.

 

Gemeint ist die sogenannte Sündenfallerzählung aus dem ersten Buch der hebrä-ischen Bibel. Sie gehört zur „Urgeschichte“, also den Erzählungen, die im echten Sinn Ursprüngliches über den Menschen, sein Wesen und seine Beziehungen zu sagen haben. 

 

Unzählige Male wurde die Szene, in der Eva – verführt von der Schlange - einen Apfel vom verbotenen Baum pflückt, in Bildern dargestellt. So oft, dass schließlich jeder zu wissen glaubte, dass die Geschichte so in der Bibel steht. Aber von einem Apfel ist dort nirgends die Rede…

Es lohnt sich, einmal unter die verkrustete Schicht der Vorurteile zu schauen. Was sagt der Text wirklich über die Beziehungen des Menschen und die Suche nach gelingendem Leben?

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