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„Solidarisches Handeln e.V."

„Solidarisches Handeln e.V." - dahinter verbirgt sich der Freundeskreis von Gastkirche und Gasthaus.

Menschen, denen dieser Ort wichtig ist, tragen hierüber die Arbeit und die Akzente wesentlich mit. In Kooperation mit der Brüdergemeinschaft der Canisianer trägt der Verein so die Gehälter einiger Mitarbeiter mit. Er ist Träger des Weltladens und Förderer zahlreicher Projekte der „Eine Welt Arbeit". Die beiden großen Aktionen: Urlaubscent und Weihnachtszehnter - werden durch ihn jährlich initiiert. Spenden und Mitgliederbeiträge (30,-€ Jahresbeitrag) gehen 1:1 in die Arbeit von Gastkirche und Gasthaus, incl. der „Weltprojekte" - zu denen ein persönlicher Bezug gepflegt wird. Einmal im Jahr sind die Mitglieder zur Versammlung eingeladen.

Fastenzeit - 40 Tage auf Ostern zuWüste

Die Fastenzeit hat begonnen. Es ist eine Zeit, die einlädt sich wieder neu auszurichten.

Wir sprechen vom „aufrechten Gang", der unser Mensch-sein mit ausmacht.

„Wieder stehen und Widerstehen" könnte ein erster Ausrichtungspunkt sein.

Vor Jesu öffentlichem Wirken steht ein Rückzug in die Stille der Wüste (Mk.1,12-15). Und er begegnet dort der Versuchung von Macht, Reichtum und Gleichgültigkeit.Die Ausrichtung auf die Freundschaft mit dem Gott lässt ihn aufrecht stehen und mutig widerstehen. So bleibt es nicht, wie es „immer schon war". So wird es ein „Standpunkt" auf der Seite der Opfer zu stehen, den Frieden zu suchen, um eine Zukunft für alle zu kämpfen... Die Asche des Aschermittwochs zeigt auch an, wofür Jesus „brennt" und womit er die „Welt in Brand setzen wollte".

  Weihnachtsbaumaktion und Weihnachtszehnter20141004 130817

Der Erlös aus der von Theo´s Farm verkauften biologisch angebauten Weihnachtsbäumen betrug in diesem Jahr 3700,-€. Diesen Erlös konnten wir für die Schulspeisung und Schulausrüstung der Kinder in Hueraz, Peru , unseren Partnerinnen dort, den Hiltruper Missionsschwestern zukommen lassen. Ein Dank geht an alle, die mit ihrem Weihnachtsbaumkauf an dieser Stelle geholfen haben - und er gilt Theo Schürmann und seinem Team vom Biohof, die die Bäume verkauft haben.

Zur Weihnachtszehntenaktion 2020/2021 lässt sich zum Zwischenstand sagen, dass wir bisher 10.300 €, -für das Projekt Libanon gespendet bekommen haben. Hier erfolgt die Abrechnung immer Anfang März, sodass wir dann wohl eine echte Aufbau- und Flüchtlingshilfe in Solidarität überkommen lassen können.

Schon jetzt DANKE allen, die den Blick in die Welt mittragen.

 

Ökumenisches Arbeitslosenzentrum und Gastkirche

Seit Jahren schon gibt es eine enge Verbindung zwischen dem Ökumenischen Arbeitslosenzentrum (ÖALZ) an der Sauerbruchstraße 7 und dem Gasthaus.

Die Besucher* dieser beiden Orte sind teilweise identisch. Viele unserer Gäste haben dort schon Beratung in ihrer Lebens- und Arbeitssituation erfahren. Frau Schäfer, Leiterin des ÖALZ, hat im letzten Jahr allein über 500 Beratungsgespräche geführt. Auch hat das ÖALZ einen kleinen Mittagstisch, der besonders Menschen in RE-Süd anspricht. Wir sind durch Mitgliedschaft im dazugehörigen Verein und im Vorstand auch ganz dicht an den Fragen von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen im Bereich geringfügiger Tätigkeiten durch Verstöße gegen das Arbeitsrecht und der Sicherheitsvorschriften (z.B. Fleischindustrie).

Getragen wird das ÖALZ durch Mitglieder, die Stadt Recklinghausen, die evangelische Kirche und (bisher noch) durch das Bistum, das aber im Moment den Zuschuss aussetzen möchte. 1997 wurde das ÖALZ gegründet. Bisher war es keinen Tag überflüssig. Im Gegenteil: es ist gerade jetzt wieder einmal besonders wichtig.

Auswertung der UMFRAGE des Gasthausrates (18. bis 25.10.20)

auf der Grundlage von 35 Fragebögen

1. Auswirkungen von Corona auf den Glauben verneint über die Hälfte der Befragten. Beim Rest reicht das Spektrum von Theodizee (Wie kann Gott Leid zulassen?) bis „mehr Gottvertrauen“, „Demut, Respekt“ und neue Blickrichtungen auf die biblische Botschaft. Glaubenspraxis und das Leben in der Glaubensge-meinschaft werden als „eingeschränkt“ wahrgenommen.

2.    Das Verhältnis zur Kirche in Corona-Zeit hat sich für über 50% nicht geändert. Ansonsten werden eine zu große Anpassung an staatliche Vorgaben, Überlagerung/Blockierung von wichtigen Themen (Zölibat, Missbrauch..) und zu wenig Engagement der Amtskirche genannt.

3.   Die Wahrnehmung von Gasthaus/Gastkirche wird mit den Attributen

„Offenheit, Engagement, Normalität, Respekt und Dankbarkeit“ beschrieben.

4.   Das Empfinden des aktuellen sonntäglichen Gottesdienstes wird von vielen hinsichtlich des Gottesdienstraumes „Gymnasialkirche“ negativ beeinflusst. Das vertraute, Gemeinschaft stiftende Ambiente der Gastkirche fehlt. Das Hy-gienekonzept wird insgesamt unter den Umständen als angemessen bewertet, wobei es durchaus unter den Antwortenden einzelne „Ausreißer“ gibt, welche mehr oder kein Singen oder größeren Abstand erwarten. Hinsichtlich der Maskenpflicht wird mehrfach die Ausdehnung auch auf die Kommunionausteiler gefordert. (In diesem Fall spricht sich die „auswertende“ Runde, welche ja identisch mit fast dem ganzen Gasthausrat ist, für eine sofortige Umsetzung aus.)

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