Spiritualität

Gedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit

 

Manche werden gestern den Tag auf dem Hügel vermisst haben..

                   Das Kulturfestival findet digital statt…

                   „ Utopie und Unruhe“ - unter diesem Gedanken haben sich die

                    Veranstaltungen nd künstlerischen Angebote gestellt.

                   Utopie und Unruhe liegt nahe beieinander – ja: bedingt sich vielleicht

                   sogar.

                   Eine Utopie als Bild einer anderen Welt – bringt Unruhe mit sich:

                   -kreative Unruhe im Entwurf / in der Phantasie der Ausgestaltung…

                   -verteidigende Unruhe aber auch, weil da Vertrautes verändert wird…

                   Neues aufbricht, was man nicht will…

                   Als Glaubende ist uns der Doppelbegriff der diesjährigen Ruhrfest-

                   spiele nicht unvertraut: Religion hat mit Utopie zu tun und Religion

                   hat eine beunruhigende Kraft: das haben schon Diktaturen zu spüren

                    bekommen / das hat schon manche Biographie einzelner auf den Kopf

                   gestellt.

 

Kyrie:         -Herr, wecke uns auf aus dem Schlaf der Genügsamkeit,

                   stifte uns an zum Friedensaufstand       ( Kyrieruf instr. )

                   -Herr, durchbrich unsere Resignation,

                   inspiriere uns zum kreativen Teilen       ( Kyrieruf inst.)

                   -Herr, stärke unser Rückgrat              

                   verwurzele uns in Deiner Liebe und im Feuer Deines Geistes ( Kyrieruf)

Vergebungsbitte: Vergib, wenn wir uns entfernt haben von Dir und Deiner Liebe

                     und Gerechtigkeit. Führe uns hin zu Jesus – der Welt tiefster Friedens-

                     grund: so können wir in alle Loblieder dieser Welt einstimmen:

                      Ja, wir loben Dich – Gott-, denn Du ermutigst uns zur Verbundenheit.

                     Das „in Dir sein“ hilft uns alle Entfremdung und Erstarrung zu über-

                     winden, die Gemeinschaft zu suchen und der Gerechtigkeit zu dienen.

                     Laß uns so der Realutopie des Reiches Gottes Gestalt geben können.

                     Darum bitten wir durch Jesus, den Heiland und Bruder.

Lesung:      Apg. 9,26-31

                    Nach Ostern wächst die kleine Gruppe der Jesus-Anhänger, weil es

                    Mut gibt, das „Reich Gottes“ ins Spiel zu bringen: in die Diskussionen

                    und Streitgespräche der damaligen Zeit und in Taten, die für sich

                    sprachen...

Evangelium: Joh. 15, 1-8

 

Fürbitten:      Herr, wir bringen unser alltägliches Leben mit – und die Sorgen und

                      Bitten da heraus. Höre uns:

 

                       für die vielen Menschen, die in der Corona- Zeit erschwerte Arbeits-

                       bedingungen haben oder die Beruf und Arbeit verloren haben und oft

                       nicht wissen, wie es weitergehen soll: Dass sie das Vertrauen in den

                       Wert der eigenen Person nicht verlieren.

 

 

2. Fürbitte:   für die vielen Menschen, die einen starken Wandel ihres Arbeitsfeldes

                     erfahren und unsicher und belastet sind im Blick auf die weitere Ent-

                     wicklung: dass sie das Vertrauen in ihr Können nicht verlieren.

 

3. Fürbitte:   für die Teile der Kirche, die aufgehen in der vermeintlichen Sicherung

                     des Bestehenden-und das Reiches Gottes aus den Augen verloren

                     haben.

 

4. Fürbitte:   für unseren Ort, dass wir offen sind für die Unruhe des Glaubens.

                     für die Menschen, die in anderer Weise in Unruhe sind, weil ihr Leben

                    gefährdet ist: in Myanmar, in Teilen Russlands, in Äthiopien, in

                    Brasilien und in Syrien und Afganisthan.

 

                     Gott, Du willst, dass wir mit Dir und untereinander verbunden sind –

                     wie ein Weinstock mit seinen Rebzweigen. Ja, nur in der Verbindung

                     mit Dir können wir Frucht bringen. Lass uns mit Dir füreinander da

                     sein.

 

 

                     Verbunden sein mit den Menschen, die zu mir gehören.

                     Verbunden sein mit den Menschen, mit denen ich arbeite.

                     Verbunden sein mit der Utopie des Reiches Gottes

                     Verbunden sein mit Dir, auch in der Unruhe des Herzens und

                     Denkens

                     Verbunden sein – wie der Weinstock und die Rebe: das ist Leben,

                     das ist Frieden.

 

                     Freude wird einmal sein

                  

                     Tod wird einmal nicht mehr sein

                     noch Hass, noch Trauer, noch Tränen, noch Angst, noch Schmerz…

                     Freude wir einmal sein

                     Freude aller Menschen, Fest ohne Ende, unsagbar große Freude,

                     einmal und dann immer…

                     -das ist mein, das ist unser Glaube,

                     der uns trägt.

                     Guter Gott, Du hast uns die Möglichkeit geschenkt, dass das wahr

                     wird: Kleine werden groß / Große werden klein / Letzte werden erste/

                     Erste werden letzte / Un-heiles wird heil und Ungläubiges wird wahr…

                     Aus Tohuwabo kann eine menschliche, gerechte, göttliche Welt    werden.

                     Wir bitten Dich um Augen,

                     Laß uns in Dir sein – und Du in uns: wie Weinstock und Rebe.