Stichworte

Geist und Geist-losigkeit

Das Bistum Münster hat unpassend zum Pfingstfest wieder einmal eine „Raumveränderung" angekündigt. Die pastoralen Räume, die man mit XL Pfarreien schon jetzt an den Rand von verantworteter Seelsorge getrieben hat, sollen wieder einmal erweitert werden. Als Ursachen werden wieder einmal sinkendes pastorales (gemeint ist vornehmlich „priesterliches")  Personal, die „Rückgangssituation" und die Finanzen genannt.

Die wirklichen Ursachen geht man kirchenamtlicherseits wieder einmal nicht an... und so wird ein weiterer Schritt von Distanzierung, Entpersönlichung und „Rettung der Kirchenstruktur" betrieben. Passt eigentlich nicht zu Pfingsten...

Impfung

Das Landessozialministerium hat nun die Gesundheitsämter angewiesen, dass die Besucher und Mitarbeiter/Innen der Einrichtungen im Obdachlosenbereich geimpft werden, sofern diese das möchten. Wir haben das an der Gastkirche und am Gasthaus vorbereitet und warten jetzt auf die entsprechenden Signale.

Da die Impfung mit dem Impfstoff Johnson vorgesehen war - wird es wahrscheinlich noch Verzögerungen geben. Es wäre gut, wenn der mit der Impfung einhergehende Schutz für viele unserer Gäste und Mitarbeiter/Innen bald gegeben wäre. Bis dahin heißt es: mit den nötigen Schutzmaßnahmen und in unaufgeregter Gelassenheit zu warten...

Impfung gegen Covid 19

In der 18. Kalenderwoche wird es so weit sein: fast 40 unserer Freunde von der Straße werden geimpft. Hinzu kommen Klienten der Drogenberatung und der Diakonie. Es hat sehr lange gedauert, dass diejenigen, die nicht zufällig in der Prioritätenliste II stehen, einen Impftermin bekommen haben. Immer wieder haben wir auf verschiedenen Ebenen darauf gedrängt, denn Menschen, deren Zuhause die Straße ist, haben häufig nicht ein intaktes Immunsystem und starke Abwehrkräfte. Gleichzeitig ist ihr „Zuhause" der öffentliche Raum. Wenn man - wie verschiedentlich gefordert- die Prioliste schon im Mai aufgehoben hätte, wären sie vermutlich ganz auf der Strecke geblieben. Es ist schade und gleichzeitig bezeichnend, dass „die Letzten" auch bei der Impfung die Letzten sind. Das ist etwas, was nachdenklich machen kann.

Ostergedict

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Gastkirche,

                 Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „rund um´s Gasthaus“!

 

Vor einem Jahr haben wir das erste Ostern in der Pandemie-Zeit gefeiert – im Lock down.

In diesem Jahr Jahr ist Ostern immer noch überschattet von Corona. Zwar sind erste ge-impft, dennoch bleibt viel Sorge und manche/r trägt schon schwer an einer Erkrankung oder dem Tod eines lieben Menschen. So hatte sich wohl keiner vorgestellt, was ein globaler Virus – mittlerweile einschließlich seiner Mutanten – auslösen kann.

Es ist gut und schön, dass wir gerade in dieser Zeit die Türen von Gasthaus und Gastkirche offen halten - und auch immer wieder zwischendurch die vom Second-Hand-Shop und vom Weltladen dann und wann öffnen konnten. Ganz oft konnten und können wir im Gespräch mit den Menschen, die durch die Türen gegangen sind, sehr viel Dankbarkeit dafür hören.

Gerade die Angebote der „Lebenshilfe“ durch die Trauerarbeit, den Gesprächsdienst und im Bereich der Arbeit mit den Freunden von der Straße -waren und sind wichtige Punkte in der Corona-Zeit. Und für nicht wenige war es auch wichtig, Kraft und Mut zu schöpfen in der Kirche. Diese Hilfen und das einfache da sein mit unseren Orten sind „Hoffnungsbau steine“, die durch viele Engagierte in dieser Zeit ermöglicht werden. Gern geben wir den Dank weiter, der dazu immer wieder auch gesagt wird.

In Zeiten wie diesen sicher zu planen – ist schwierig, das haben wir immer wieder gemerkt.

Weiterlesen: Ostergedicht 2021

 „Segnungen der Liebe"

In Blick auf eine römische Verlautbarung zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partner-schaften (vom 15.03.2021) sei noch einmal klar gesagt: An der Gastkirche hat es diese Segnungen gegeben und wir werden Menschen, die sich auf eine verbindliche Partner-schaft einlassen, auch zukünftig begleiten und ihre Beziehung segnen. Wir verweigern eine Segensfeier nicht und tun das in unserer seelsorglichen Verantwortung, die Menschen in wichtigen Momenten ihres Lebens den Segen zusagt, den Gott allein schenkt. Schwule, Lesben, Transgender... sind - wie sie sind - von Gott geschaffen und geliebt, wie jeder liebende Mensch!

Der Segen drückt aus: Gott ist da und geht mit uns - er ist kein Instrument für Ausgren-zung und moralische Beurteilung. In der Reaktion auf das röm. Schreiben wurde deutlich, dass es auch im Dekanat und in jeder Pfarrei unserer Stadt seelsorgliche Ansprechpartner gibt, die ebenfalls für eine Segensfeier ansprechbar sind.

 „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." (1.Joh.)

Gute Beziehungen sind keine Frage des Geschlechts, sondern der Liebes-Beziehung.


„Solidarisches Handeln e.V."

„Solidarisches Handeln e.V." - dahinter verbirgt sich der Freundeskreis von Gastkirche und Gasthaus.

Menschen, denen dieser Ort wichtig ist, tragen hierüber die Arbeit und die Akzente wesentlich mit. In Kooperation mit der Brüdergemeinschaft der Canisianer trägt der Verein so die Gehälter einiger Mitarbeiter mit. Er ist Träger des Weltladens und Förderer zahlreicher Projekte der „Eine Welt Arbeit". Die beiden großen Aktionen: Urlaubscent und Weihnachtszehnter - werden durch ihn jährlich initiiert. Spenden und Mitgliederbeiträge (30,-€ Jahresbeitrag) gehen 1:1 in die Arbeit von Gastkirche und Gasthaus, incl. der „Weltprojekte" - zu denen ein persönlicher Bezug gepflegt wird. Einmal im Jahr sind die Mitglieder zur Versammlung eingeladen.